Stefan HöhneSozialfiguren der Corona-Pandemie

Eine verlorene Generation?

Eine verlorene Generation? Zur Sozialfigur der „Corona-Kinder“ Erschienen in: Sozialfiguren der Corona-Pandemie Von: Stefan Höhne

Als die amerikanische Regierung im Frühjahr 1942 begann, die Zivilbevölkerung mit Gasmasken auszustatten, um sie auf mögliche Giftgasangriffe der Achsenmächte vorzubereiten, waren es die Kinder, deren Schutz und Ängste man besonders im Blick hatte. Um deren möglichen Widerwillen gegen das Tragen dieses überlebenswichtigen Geräts entgegenzuwirken, kreierte das US-Militär in Zusammenarbeit mit Walt Disney eine spezielle Version. Sie war nicht nur leichter und komfortabler, ihre farbenfrohe Gestaltung war zudem einem beliebten Cartoonhelden nachempfunden: Mickey Mouse.

Abb. 1: Mickey Mouse Gasmaske von 1942 (JoeInSouthernCA, CC BY-ND 2.0, creativecommons.org)

Man hoffte, dass man den Kindern so die Ängste vor der Maske nehmen und sie ihr möglichst langes Tragen als Teil eines Spiels begreifen würden. Dies würde ihre Überlebenschancen im Falle eines Angriffs entscheidend steigern.Die Idee war so durchschlagend, dass auch die britische Regierung bald eine eigenes Modell der Mickey Mouse Gasmaske herstellte und massenhaft unter der Bevölkerung verteilte. Verpackt in eine Pappkiste und an farbigen Bändern über der Schulter getragen, avancierten derartige Masken für mehrere Jahre zu einem tagtäglichen Begleiter für Millionen von britischen Kindern. 

Auch aktuell steht die Sorge um das kindliche Wohlergehen im Zentrum breiten öffentlichen Interesses, wenn auch unter anderen Vorzeichen und Bedingungen. Bereits im März und April 2020 gerieten die „Corona-Kinder“ in den Fokus einer alarmistischen Debatte. Die Zuschreibungen, die ihnen als Sozialfigur dabei zuteilwurden, verdichteten sich einerseits rasch zu der mantrahaft vorgetragenen Behauptung, dass die Kinder die primären Opfer und Leidtragenden der Krise seien. Sie träfen die Zumutungen der Einschränkungen des öffentlichen Lebens am härtesten, mit unabsehbaren Langzeitfolgen für ihre psychische Entwicklung und Berufswege. Anderseits war man sich schnell einig, dass von den Kindern und ihren bevorzugten Orten, wie Spielplätzen, Kindertagesstätten und Schulen, eine besonders heimtückische Infektionsgefahr ausgehen würde. Ihr könne man nur durch tiefgreifende Maßnahmen der Abschottung und Isolation Herr werden.

Heimtückische Superspreader?

Vor allem im Frühjahr 2020 proklamierten diese teils panischen Diskurse die Schließungen dieser Orte und die Vereinzelung der Kinder als quasi alternativlos und von höchster Dringlichkeit. Der Tagesspiegel brachte dies Mitte April mit folgender Überschrift auf den Punkt: „Jede Kita ist ein kleines Ischgl.“Auch die Schließung der von Kindern stark frequentierten öffentlichen Räume, wie Parks, Sportplätze und Grünanlagen, wurde nicht zuletzt dadurch legitimiert, dass sie nicht nur besonders undiszipliniert und unfähig zu einsichtigem oder gar rücksichtsvollem Verhalten seien, von ihnen gehe zudem die größte Bedrohung für die Bevölkerung aus. Da sie in den allermeisten Fällen keinerlei Symptome zeigen, gelten sie als besonders heimtückische Verbreiter des Virus, vor dem insbesondere die Großeltern und andere Risikogruppen zu schützen seien.

Aktuell, mehr als ein halbes Jahr später, ist immer noch unklar, wie gefährdet Kinder wirklich sind und welches Risiko zur Ansteckung mit dem Coronavirus von ihnen ausgeht. Dennoch halten sich diese Zuschreibungen zumindest in den Medien hartnäckig. So trägt ein Artikel vom Oktober 2020 über eine großangelegte Untersuchung zur Rolle von Kindern bei der Verbreitung des Virus, die zu durchaus ambivalenten Ergebnissen kommt, die Überschrift: „Größte bisherige Studie sagt: Kinder und junge Menschen sind Corona-Superspreader“.Bemerkenswert in diesen Diskursen ist, dass im Unterscheid zu anderen prominenten Sozialfiguren der Krise, wie Virolog*innen oder Politiker*innen, die „Corona-Kinder“ weder personalisiert noch individualisiert in den Blick kommen. Sie treten stattdessen als homogene Gruppe auf, deren alleiniges verbindendes Merkmal ihre generationale Zugehörigkeit ist. Im Gegensatz zu den Jugendlichen, die oft ebenfalls als rücksichts- und verantwortungslose Superspreader gelten, wird hier jedoch zugleich die Sorge um ihre seelische Gesundheit und bedrohte Zukunft artikuliert.

Die verlorene Corona-Generation?

Bereits kurze Zeit nach dem Inkrafttreten der Eindämmungsmaßnahmen im Frühling 2020 mehrten sich die Stimmen, die vor den schweren psychischen wie seelischen Folgeschäden der Kinder warnten. Die Kleinsten hätten unter der Isolation am schwersten zu leiden und vermissten ihre Altersgenoss*innen und Angehörigen besonders stark. Zudem stünden sie angesichts der Herausforderungen des Homeschoolings unter massivem Druck und seien den Existenzängsten und Nöten des familiären Umfelds schutzlos ausgeliefert.

Die Sorge um das Wohlergehen der Kinder wird nicht nur in den Apellen der Lehrer*innen, Eltern und Politiker*innen immer wieder ins Feld geführt. Sie wird auch von den selbsternannten „Corona-Rebellen“ bemüht, um ihrer Kritik an der „Merkel-Diktatur“ und dem „Masken-Faschismus“ Gehör zu verleihen. Im Zentrum steht dabei jedoch nicht die Besorgnis um die Folgen der Krankheit, die ohnehin verharmlost oder gleich gänzlich verleugnet wird. Stattdessen skandalisiert man das vermeintliche kindliche Trauma in Folge des Maskentragens, das nichts weniger als eine perfide Form von Missbrauch und Folter darstelle. Die Folge sei ein nicht wiedergutzumachender Langzeitschaden, „der sich tief ins Seelenleben unserer kleinen Kinder frisst“.4

Auch jenseits dieser Szene überschlagen sich die Warnungen und düsteren Prognosen für die Zukunft der Kleinen. Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung sowie des Kinderhilfswerks, bemüht die auf die Nachkriegsjugend des Ersten Weltkriegs gemünzte Figur der „verlorenen Generation“5, die in Folge der Pandemie heranwachse. Die Kinder träfe nicht nur aktuell die Krise am härtesten, sondern sie müssten auch in den kommenden Jahrzehnten deren soziale wie wirtschaftliche Folgen ausbaden. 

Der Nachwuchs als volkswirtschaftliche Ressource

In den Mediendebatten um die „verlorene Generation“ der Corona-Kinder bekundet sich auch die Sorge um deren Bildungschancen und damit letztlich um die nationale Wettbewerbsfähigkeit. Laut Expert*innen wie Ludger Wößmann vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung führt die zeitweise Schließung der Schulen und Kitas sowie der verminderte Kontakt mit Gleichaltrigen zu kaum aufholbaren Rückständen in Bildung und Entwicklung sozio-ökonomischer Fähigkeiten. Damit bedrohten die Defizite der Kinder nicht nur die Volksgesundheit, sie brächten zudem die Zukunft des Standorts Deutschland in Gefahr.So prognostiziert man für sie größere Zeiträume zwischen Schulabschlüssen und Karriereschritten, was einerseits verminderte Chancen auf dem globalen Arbeitsmarkt zur Folge hätte und anderseits die Gefahr gravierender Einschnitte für die Altersabsicherung älterer Generationen berge. Auf lange Sicht würden die erwarteten reduzierten Einkommenshöhen der Corona-Generation die ohnehin schon prekäre Kapitaldeckung der Rentenkassen vollends kollabieren lassen.

Diesen Blick auf die Kinder als prekäre ökonomische Ressource, die in Folge des Shutdowns nun „leistungsschwächer“seien und deren „Kompetenzeinbußen“ man kaum mehr kompensieren könne, teilt ein nicht unerheblicher Teil der Bildungsexpert*innen. Besondere Sorge macht ihnen dabei auch, dass die „Digitalisierungsoffensive“ der Schulen hierzulande noch immer in den Kinderschuhen stecke, im Gegensatz zu konkurrierenden Volkswirtschaften wie Korea oder Japan.8

Spätestens hier werden die blinden Flecken einer allein auf generationale Zugehörigkeit abhebenden Homogenisierung virulent. Denn die Pandemie hat die ohnehin bestehende gesellschaftliche Polarisierung ‚lediglich‘, jedoch entscheidend, zugespitzt. So konnte ein Teil der Kinder, wie beispielsweise die fünfjährige Tochter des Autors, in großzügigen und medial hochgerüsteten Altbauwohnungen mit beruflich flexiblen Eltern den Shutdown des Frühjahrs 2020 weitestgehend schadlos überstehen. Ein weitaus größerer Teil des Nachwuchses war (und ist) ungleich widrigeren Umständen ausgesetzt. Dies betrifft insbesondere Kinder in beengten und prekären Wohn- und Lebensverhältnissen, aus benachteiligten Gruppen wie Vertriebenen und Geflüchteten, in abgelegenen Gebieten oder mit besonderem Förderbedarf.

Dass das Zuhause für viele Kinder zudem alles andere als ein sicherer Ort ist, bezeugen die erschreckend hohen Meldungszahlen von Kindeswohlgefährdungen und -misshandlungen.Nicht nur ist deren Ausmaß seit Beginn der Pandemie um mehr als 30 Prozent gestiegen, auch die Schwere der Gewalt hat zugenommen.10 Dass diese in vier von fünf Fällen von Männern ausgeht und neben den Kindern auch Frauen und Mütter trifft, zeigt, dass die Pandemie nicht zuletzt die Krise und ungleiche Verteilung von Reproduktions- und Sorgearbeit enorm verschärft hat. Dies betonen auch die Frauen- und Kinderschutzverbände und fordern von der Politik und Wirtschaft vehement unterstützende Maßnahmen für diese Gruppen ein.

Ähnlich wie im Falle des Personals in den Krankenhäusern und Pflegeinstitutionen stehen dabei die symbolischen Anerkennungsgesten im starken Missverhältnis zu den tatsächlichen ökonomischen Entlastungen und Hilfen, die ihnen zugestanden werden. Während beispielsweise Fluggesellschaften und Automobilzulieferer mit Milliardenbeträgen unterstützt werden, gehen die Familien, Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen nahezu leer aus. Anstelle der Ausstattung mit hygienischen Belüftungssystemen rät man den Eltern von Schulkindern dazu, sie mit Daunenjacken und Handschuhen auszustatten, damit sie die Betreuung in zugigen Klassenzimmern bei Minusgraden durchstehen können.11

Handlungsmacht der Kinder

Auffällig an all den Zuschreibungen und Maßnahmen um die Sozialfigur der „Corona-Kinder“ ist, dass sie nahezu ausschließlich als passive und abhängige Subjekte in den Blick geraten. Indem sie vorrangig als unwissende Gefahrenträger, volkswirtschaftliche Ressource oder traumatisierte Leidtragende beschrieben werden, wird ihnen jegliche selbstbestimmte Handlungsmacht abgesprochen. Ganz ähnlich wie im Falle der Bewohner*innen der Alten- und Pflegeheime wird zwar unentwegt über, aber kaum mit ihnen gesprochen.

Würde man dies jedoch vermehrt tun und ihre Erfahrungen und Deutungen der Krise stärker in den Fokus rücken, ergäbe sich ein durchaus vielfältigeres Bild. Je nach familiären und sozialem Umfeld übernehmen sie einerseits zum Teil die Ignoranz oder Skepsis ihrer Bezugspersonen gegenüber den Hygienerichtlinien und als Schikane erlebten Einschränkungen. Sie verweigern das Waschen der Hände oder das Tragen von Masken und erproben, wie sie ihr Umfeld mit diesem Verhalten provozieren oder gar verängstigen können. Andererseits lassen sich jedoch unzählige Beispiele finden, wo sich Kinder als durchaus sehr emphatisch, adaptiv und verständnisvoll gegenüber den Maßnahmen der Pandemiebekämpfung erweisen.

Sie erinnern ihr Umfeld an das Abstandsgebot, inkorporieren Corona in ihre Fangspiele und Basteleien, das Händewaschen in ihre Lieder und die Masken in ihre Verkleidungen. Sie sind verständnisvoll angesichts ihrer überforderten Familienmitglieder oder nicht-stattfindenden Geburtstagsfeiern und Urlauben. Zudem übernehmen sie verstärkt Verantwortung in der Sorge und Pflege von Geschwistern und Angehörigen.

Abb. 2: Zeichnung zum Lockdown von Julika P. (3 Jahre).

Und nicht zuletzt sind sie trotz der Marginalisierung ihrer Bedürfnisse gerade von Seiten staatlicher Institutionen auch Träger von gesetzlich verankerten Rechten. Diese umfassen neben Schutzrechten, bspw. vor Gewalt und Diskriminierung, auch ein Recht auf soziale Kontakte, Spiel, frühkindliche und schulische Bildung sowie nicht zuletzt soziale Teilhabe.

Wie die deutsche Monitoring-Stelle der UN-Kinderrechtskonvention betont, ist die Einbeziehung der Perspektiven von Kindern unterschiedlicher Klassenlagen und Bedürfnisse auch ein Ansatz, um die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen zu erhöhen: So kann ihre Beteiligung dazu führen, dass Gefährdungslagen überhaupt erst sichtbar werden – sowohl im Hinblick auf die unmittelbare Gesundheitsversorgung in der Pandemie, als auch auf Gefahren, die durch die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung entstehen.12

Kollektive Erinnerungen

Jenseits ihrer höchst divergenten Hintergründe spricht doch auch einiges dafür, dass sich bei den Corona-Kindern in der Tat eine klassenübergreifende kollektive Generationserfahrung manifestiert, die sie ein Leben lang begleiten wird. Dies mag zunächst die Erfahrung der tiefgreifenden Einschnitte in ihren Alltag durch die Reduktion von sozialen Kontakten und den Schließungen der von ihnen viel genutzten Räume betreffen. Womöglich erinnern sie sich an den Beginn der Pandemie durch die Momente, als der Kuss vor dem Schultor anfing auszubleiben (oder sich durch die Maske komisch anfühlte), oder als Mama oder Papa nicht mehr in mit in den Kindergarten gehen durften und stattdessen hinter Absperrungen zurückbleiben mussten? Vielleicht entsinnen sie sich der Zeit, als die Gesichter der Erwachsenen und bald auch die ihrer Freunde und Geschwister hinter Masken verschwanden?13 So berichten auch die eingangs erwähnten Kinder der britischen Kriegsgeneration von den bleibenden Eindrücken, die das Tragen der Mickey-Mouse-Gasmasken auf sie machte.14 Ihre lebhaften Erinnerungen umfassen nicht nur die regelmäßigen schulischen Zivilschutzübungen und den prägnanten Geruch des Gummimaterials, der diese Erfahrungen noch heute wachruft. Sie erinnern sich auch an die zahlreichen Spiele und Scherze, die man mit ihnen veranstaltete und die fantasievollen Verzierungen, mit denen man ihre Verpackung schmückte.15

Auch die amerikanische Historikerin Jill Lepore spricht von einem generationalen „time stamp“, einem Zeitenstempel, der Generationen aufgrund kollektiver Kindheitserfahrungen tiefgreifend prägt, beziehungsweise sie als solche erst konstituiert. In einer Radiosendung mit dem Titel „How Pandemics End“ schildert sie eine Szene aus den frühen 1950er Jahren, die für viele Amerikaner*innen zu einer zentralen kindlichen Kollektiverinnerung geworden ist: das gemeinsame Anstehen für den Polioimpfstoff.16

Abb. 3: Anstehen für eine Polio-Impfung in Texas (San Marcos Daily Record Negatives Negatives Collection, CC BY-ND 2.0, flickr.com)

Dabei lässt Lepore einen Zeitzeugen zu Wort kommen, der das Erlebnis folgendermaßen schildert: „Ich kann mich noch genau an den Geschmack in meinem Mund erinnern. Der Tropfen war süß, fast wie ein Lolli. Und meine Mutter sagte zu mir: Das wird Dein Leben retten. Es wird Dir ein Leben schenken.“

Angesichts der neusten und ermutigenden Meldungen hinsichtlich einer Impfstoffentwicklung ist nichts mehr zu hoffen, als dass die „Corona-Kinder“ in Bälde eine ganz ähnliche Erfahrung machen können. In Hinblick auf das staatliche Versagen in der Unterstützung großer Teile der jüngeren Generation ist jedoch zu befürchten, dass diese zunächst nur einigen Wenigen zuteilwird. Hier gilt es, alles daran zu setzen, dass der Zugang zu einem anderen und freieren Leben tatsächlich eine gemeinsame verbindende Erinnerung aller Kinder werden kann, ungeachtet ihrer Herkunft.

Beitrag ist lizensiert unter einer CC BY-SA 4.0 Lizenz.

References

  1. http://www.gasmasklexikon.com/Page/USA-Mil-Mikey.htm
  2. https://www.tagesspiegel.de/meinung/neue-regeln-zur-kinderbetreuung-jede-kita-ist-ein-kleines-ischgl/25763048.html, 22.04.2020
  3. https://www.rtl.de/cms/grosse-corona-studie-sind-kinder-doch-die-superspreader-4624498.html?
  4. https://www.rubikon.news/artikel/gefahrliche-masken-padagogik
  5. https://www.welt.de/politik/deutschland/article208447189/Kinderhilfswerk-Eine-Generation-droht-die-Corona-ausbaden-muss.html
  6. https://www.focus.de/familie/eltern/kindergesundheit/emotionale-und-schulische-bildung-abgehaengt-geschlagen-unselbststaendig-wie-die-covid-19-krise-unsere-kinder-veraendert_id_12094820.html
  7. https://www.swr.de/swraktuell/jugendundcorona-100.html
  8. https://www.derstandard.de/story/2000119896427/generation-corona-zerstoert-die-pandemie-die-perspektiven-der-jungen-am
  9. https://www.worldvision.de/aktuell/2020/06/gewalt-an-kindern-wegen-corona
  10. So beispielsweise die Studie des Deutschen Jugendinstituts: Alexandra Langmeyer, Angelika Guglhör-Rudan, Thorsten Naab, Marc Urlen, Ursula Winklhofer: Kindsein in Zeiten von Corona – Erste Ergebnisse zum veränderten Alltag und zum Wohlbefinden von Kindern (2020). Siehe auch: Janina Steinert und Cara Ebert: Gewalt an Frauen und Kindern in Deutschland während COVID-19-bedingten Ausgangsbeschränkungen, TU München 2020.
  11. Wie Iko Huppertz, Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, betont, sind zudem sind die primären Ansteckungsorte in den Schulen und Kindergarten offenbar vor allem die Lehrerzimmer und Mitarbeiterräume. Hier nimmt man es mit dem Abstand und dem Maskentragen wohl oftmals nicht so genau wie im Umgang mit den Kindern. https://www.spiegel.de/karriere/lehrer-in-der-corona-krise-so-viele-lehrer-sind-vom-praesenzunterricht-freigestellt-a-37c8ab70-b9ef-48b3-b238-331395f7cfcc
  12. Siehe ausführlich dazu: Deutsches Institut für Menschenrechte – Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention: „Stellungnahme Kinderrechte in Zeiten der Corona-Pandemie“ Mai 2020.
  13. Ich danke Sebastian Moser für diese gekonnten Beschreibungen möglicher kollektiver Erinnerungen und Erfahrungen der „Corona-Kinder“.
  14. https://www.1900s.org.uk/1940s-gasmasks-ch.htm
  15. Moshenska, Gabriel. “Gas masks: material culture, memory, and the senses.” Journal of the Royal Anthropological Institute 16.3 (2010): 609-628. https://doi.org/10.1111/j.1467-9655.2010.01642.x.
  16. The New Yorker Radio Hour: “Jill Lepore on How Pandemics End”, 15. Mai 2020. https://www.newyorker.com/podcast/the-new-yorker-radio-hour/jill-lepore-on-how-a-pandemic-ends. Dank an Hanna Engelmeier für den Hinweis auf diese eindrückliche Quelle.

SUGGESTED CITATION: Höhne, Stefan: Eine verlorene Generation? Zur Sozialfigur der „Corona-Kinder“, in: KWI-BLOG, [https://blog.kulturwissenschaften.de/eine-verlorene-generation/], 30.11.2020

DOI: https://doi.org/10.37189/kwi-blog/20201130-0830

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