Mangel, Versorgungsengpässe und Verknappung stehen nicht nur aktuell im Fokus gesellschaftlicher Debatten – auch an historischen Zeugnissen von Knappheit mangelt es nicht. Die Blogreihe „Quellen des Mangels“ spürt den diversen kulturellen Formen vergangener sowie heutiger Knappheitserfahrungen nach. Jeweils ausgehend von einer historischen Quelle oder einem aktuellen Phänomen, widmen sich die zehn Beiträge ausgewählten kulturellen Praktiken, politischen Strategien und künstlerischen Darstellungen des Mangels vom 18. Jahrhundert bis heute.
Angelegt als eine kleine historische Revue begegnen uns Mangel und Knappheit hier in vielfältigster Weise: in Brettspielen, Supermärkten und Kriegskochbüchern ebenso wie in der Reklame, Hungerkunst oder kybernetischen Planung. Im [...]
Quellen des Mangels
Mangel, Versorgungsengpässe und Verknappung stehen nicht nur aktuell im Fokus gesellschaftlicher Debatten – auch an historischen Zeugnissen von Knappheit mangelt es nicht. Die Blogreihe „Quellen des Mangels“ spürt den diversen kulturellen Formen vergangener sowie heutiger Knappheitserfahrungen nach. Jeweils ausgehend von einer historischen Quelle oder einem aktuellen Phänomen, widmen sich die zehn Beiträge ausgewählten kulturellen Praktiken, politischen Strategien und künstlerischen Darstellungen des Mangels vom 18. Jahrhundert bis heute.
Angelegt als eine kleine historische Revue begegnen uns Mangel und Knappheit hier in vielfältigster Weise: in Brettspielen, Supermärkten und Kriegskochbüchern ebenso wie in der Reklame, Hungerkunst oder kybernetischen Planung. Im Fokus stehen dabei auch Fragen nach Formen von Mäßigung, Askese und Exzess sowie ihrer Mess- und Quantifizierbarkeit, beispielsweise durch die Kalorie oder das Bruttoinlandsprodukt. Damit führen die Beiträge eindrücklich die Vielfalt der Deutungshorizonte, Werte und Körperbilder vor Augen, die mit Knappheit verknüpft werden, wie auch ihre kulturelle Transformationskraft.
Die Blogreihe versammelt Forschungsergebnisse aus einem Seminar, das im Wintersemester 2023/24 als Kooperation des KWI-Lehrlabors und des Instituts für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig unter Leitung von Stefan Höhne und Maren Möhring stattgefunden hat.
Idee und Konzept: Stefan Höhne und Maren Möhring; Editorische Leitung: Stefan Höhne; Redaktion und Lektorat: Ricarda Menn und Laura M. Reiling.